Weiter Zusagen für die Blauen Teufel für 2008

Große Kerle bleiben den Hamburg Blue Devils treu Ben Pahlevan

Die Offensive Line ist genauso wichtig wie jede andere Position beim American Football. Nach der Verlängerung von Julian Pjanic und der Rückkehr von Marten Töwe können die Hamburg Blue Devils für 2008 drei weitere Spieler für die Saison präsentieren. Tobias Siems, Gerrit Meister und Ben Pahlevan werden auch in der kommenden Saison für die Blue Devils spielen.

HBD:Schön, dass ihr drei wieder mit dabei seid. Wie schnell fiel eure Entscheidung, auch 2008 wieder für die Blue Devils zu spielen?

Ben Pahlevan - Foto rechts):Das ging bei mir ziemlich schnell. Der Teamgeist bei uns im Team ist einfach toll. Außerdem haben wir wohl mit die besten und engagiertesten Fans der GFL.

Tobias Siems: Ehrlich gesagt: Für mich gibt es gar kein anderes Team. Seitdem ich im Jahr 2000 ein Blue Devils-Spiel in der damaligen AOL-Arena gesehen habe, ist mein Herz tiefblau. Die letzte Saison hat wirklich Spaß gemacht: Die Coaches, das Team und alle freiwilligen Helfer wie Mario vom EQ-Team oder unsere Physiotherapeutin Kristin - jeder hat sein Teil dazu beigetragen.

Meister Gerrit Meister (Foto links): Für mich ist das Team auch der Hauptgrund für meine Entscheidung. Es hat mir letztes Jahr soviel Spaß gemacht in Hamburg. Ich habe soviel gelernt von Mitspielern wie z.B. Julian Pjanic.
Ich bin noch jung und ich denke, ich werde weiterhin viel von meinen Mitspielern lernen. Ein weiterer Grund sind unsere Coaches.
Ich bin sehr dankbar darüber, dass Coach Roman und Coach Kasimir weiterhin im Coaching Staff sind. Sie waren immer für mich da.


HBD: Die Blue Devils haben in den letzten Jahren immer mehr auf junge, hungrige Spieler gesetzt. Dazu gehört auch ihr. Wie seht ihr das Ganze?

Tobias Siems: Mir gefällt der neue Weg, den die Blue Devils eingeschlagen haben, indem sie die letzten Jahre das Team einer Verjüngungskur unterzogen haben. Ich denke, dass ist der richtige Weg, um wieder zurück an die Spitze der GFL zu kommen, und wir haben in Deutschland nun den Vorteil, als erste mit diesem Umbruch begonnen zu haben.

HBD: Ben, du bist jetzt seit zwei Jahren bei den Blue Devils. Kannst Du uns einen kleinen Bericht geben über diese Zeit?

Ben Pahlevan: Im ersten Jahr habe ich nur ein wenig GFL Luft geschnuppert, davon wird man echt hungrig. Ich habe dann im Winter hart trainiert, damit ich in der zweiten Saison dann als Starter auflaufen darf. Ich war sehr ehrgeizig, vor allem dann auf dem Feld... denn ich wollte die Fans, meine Coaches und unseren Quarterback nicht enttäuschen.

HBD: Tobi, du bist von den Junior Devils in die 1. Herren hoch gekommen. Hast im deinem ersten GFL-Spiel gleich gestartet. Wie war dein Gefühl vor dem Kickoff?

Tobias Siems: Ich war vor keinem meiner Jugendspiele so aufgeregt, wie vor meinem ersten GFL-Spiel. Der Unterschied liegt in der Technik und natürlich auch in der Erfahrung. Fehler die einem in der Jugend noch verziehen werden, werden in der GFL sofort gnadenlos ausgenutzt.

HBD: Gerrit, du bist letztes Jahr von den Bremerhaven Seahawks gekommen. Was ist der wesentliche Unterschied zwischen der GFL und den unteren Ligen?

Gerrit Meister: Der größte Unterschied zwischen den Seahawks und den Blue Devils ist wahrscheinlich der Wille des Teams, Erfolg zu haben. In Hamburg sind alle erfolgsorientiert. In Bremerhaven war es eher so, dass die Leute das Ganze als Nebensache gesehen haben.
Auch an die Geschwindigkeit in der GFL musste ich mich erstmal gewöhnen. Dass man auf einmal vor einem größeren Publikum spielt, war für mich auch ein neues Gefühl. Bei den Spielen in Bremerhaven waren meistens nur Verwandte und Freunde da. In Hamburg ist das alles ganz anders. Man hat noch richtige Anhänger, die das Team anfeuern und mit uns zusammen fiebern und hoffen. Das ist schon eine ganz klasse Sache, so was kannte ich aus Bremerhaven gar nicht!

HBD : Verliert man eigentlich den Kontakt zu den alten Mitspieler?

Gerrit Meister: Nein, dadurch dass ich noch in Bremerhaven wohne, sehe ich einige von den alten Kameraden. Einige von denen sind halt nicht nur Mitspieler gewesen, sondern heute noch gute Freunde.

Tobias Siems: Ich habe auch noch relativ viel Kontakt zu meinen alten Mitspielern. Mein kleiner Bruder spielt auch noch für die Junior Devils, da bin ich natürlich auch bei jedem Spiel dabei, da sieht man die alten Gesichter wieder.

HBD:Was macht Ihr eigentlich, wenn Ihr nicht grade euren Quarterback beschützt?

Ben Pahlevan: Beruflich beginne ich ab nächsten Monat eine Ausbildung zum Kaufmann für Bürokommunikation. In meiner Freizeit trainiere ich ganz gerne, vor allem mag ich das Gewichtheben bei unserem Athletik Trainer Coach Johann. Aber ich gehe auch gerne Tanzen und ins Kino mit Freunden.

Gerrit Meister: Ich mache gerade mein Fachabitur, anschließend möchte ich Sozialpädagogik studieren. Ansonsten bin ich noch als Coach in Bremerhaven für das Jugend-Flag-Team tätig. Trainieren tue ich natürlich auch für die Saison 2008

Tobias Siems: Im Moment leiste ich grade meinen Wehrdienst ab, danach möchte ich auch studieren. Ich bin glücklicherweise relativ nahe von Hamburg stationiert, so dass ich nicht so viele Trainingseinheiten verpasse. Ansonsten ziehe ich mit Freunden um die Häuser oder arbeite ehrenamtlich in unserer Kirchengemeinde mit Jugendlichen.

HBD: Ihr habt die Blue Devils-Fans schon angesprochen. Welche Eindrücke habt ihr bekommen?

Gerrit Meister: Die Fans lassen uns nie hängen und sie machen immer eine gute Stimmung. Es ist echt schön, dass man so was miterleben darf.

Ben Pahlevan: Die sind wirklich unser 12. und manchmal unser 13. Mann auf dem Feld.

Tobias Siems: Ich kenne ja jetzt beide Seiten vom Zaun. Aber es ist wirklich ein unbeschreibliches Gefühl, wenn man zum ersten Mal zur Devils-Hymne einlauft, die man sonst nur von der Tribüne hört. Es ist jedes Mal sehr motivierend, wenn man die Fans sieht und hört, die unseretwegen ins Stadion und wegen der Show ins Stadion gekommen sind.

HBD: Was wollt Ihr 2008 erreichen?

Tobias Siems: Mein größtes Ziel ist natürlich am Ende der Saison in Frankfurt um den German Bowl zu spielen. Ich wäre aber auch nicht abgeneigt, mal wieder Nordmeister zu werden. Dazu müsste man Braunschweig mal wieder schlagen, dagegen hat hier wohl niemand was. Für mich selbst hoffe ich, die Saison verletzungsfrei spielen zu können und ein besserer Center zu werden.

Gerrit Meister: Mein persönliches Ziel ist es, in der Saison 2008 mehr Spielzeit zu bekommen als im letzten Jahr. Ich werde weiter an mir arbeiten, um mich weiter hoch zu spielen und zu zeigen, dass ich das Zeug dazu habe unter den besten mitzuhalten! Für das Team gibt es natürlich nur ein Ziel und das lautet ganz klar German Bowl! Im Letzten Jahr hatte uns niemand auf der Rechnung und wir haben das Viertelfinale erreicht. In diesem Jahr werden wir für noch mehr Gesprächsstoff sorgen und zeigen wie gut wir sind!

Ben Pahlevan: Ich will mit meinen Team den German Bowl gewinnen und wünsche mir und allen meinen Teamkollegen eine schöne, erfolgreiche und verletzungsfreie Saison 2008.


Text & Fotos: © Presseinformation Hamburg Blue Devils - Klaus-Peter Dittrich

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